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Künstliche Intelligenz (KI) in der Energiewirtschaft

Hype oder Realität?

Bei KI (engl. AI oder „artificial intelligence“) geht es um den Einsatz von verschiedenen Technologien, mit denen Maschinen wahrnehmen, verstehen, agieren und lernen können. Mit der heute vorhandenen Rechenleistung ist die Anwendung von KI zu einem Topthema im Technologiesektor geworden, das sicherlich im Zuge des voranschreitenden digitalen Wandels keinen Halt vor der Energiewirtschaft machen wird. Großunternehmen wie Google, Microsoft, Facebook, Baidu, Apple und IBM arbeiten seit Jahren daran, sich an der Spitze der KI-Branche zu positionieren. Allein die US-amerikanischen Großkonzerne haben in den letzten 10 Jahren mehr als 30 KI-Startups übernommen.

Die politische Agenda der EU-Kommission

Auch in Europa werden zunehmend die Weichen für die KI-Nutzung gestellt. Einzelne EU-Mitgliedstaaten haben in der jüngsten Vergangenheit bereits Rahmenbedingungen und Strategievorschläge für die Nutzung von KI in Wirtschaft und Gesellschaft geschaffen. So wurden von der EU-Kommission im Rahmen des EU-Finanzrahmens für den Zeitraum von 2021 – 2027 Maßnahmen zur Unterstützung der Entwicklung und Umsetzung für KI ergriffen, die beispielsweise die Forschung zur Energie- und Dateneffizienz, den Datenaustausch und die Entwicklung des regulatorischen Rahmens fördern sollen.

KI Einsatzmöglichkeiten in der Energiewirtschaft

Für die Transformation des Energiesystems hin zu einer nachhaltigen und klimaschutzfreundlichen Energieversorgung wird die Anwendung von KI einen unerlässlichen Beitrag zur Optimierung und Automatisierung von Prozessen entlang der gesamten energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette leisten. So wird beispielsweise der Betrieb von Kraftwerken aller Art, ob konventionell, virtuell oder erneuerbar oder auch das Netz selbst optimiert werden können. In Verbindung mit Smart-Metern und KI-gestütztem Demand-Side-Management werden sich so auch Einsparpotenziale bei Kosten und Emissionen realisieren lassen.

Was darüber hinaus in der Finanzbranche schon seit Jahrzehnten zum Einsatz kommt, sind sogenannte Algorithmic Trading Systeme. Diese sind bereits schon heute im Termin- und Kurzfristhandel vieler Energieunternehmen weit verbreitet. Durch den Einsatz dieser intelligenten Systeme und durch die Lernfähigkeit von AI-basierten Algorithmen können Markttrends und komplexe Muster aufgedeckt werden, die das Trading an den Handelsbörsen profitabler machen. Durch den Einsatz von Smart Metern, dem weiteren Ausbau dezentraler Erzeugungssysteme sowie steigenden Zahlen bei den Prosumern und nicht zuletzt dem Internet of Things (IoT) wird der Kurzfristhandel aufgrund des Handels mit kleinteiligeren Mengen und geringeren Transaktionskosten weiterhin an Bedeutung gewinnen.

Auch wenn der Durchdringungsgrad von KI-gestützten Lösungen im Vergleich zu anderen Branchen in der Energiewirtschaft noch gering ausfällt, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass dieser in der Zukunft weiter zunehmen wird.

KI als Zukunftstrend

Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die branchenübergreifenden Entwicklungen im Bereich AI längst keinen Hype mehr darstellen. Wie schnell sich der Trend für die Anwendung dieser Technologie in der Energiewirtschaft fortschreiben wird, hängt letztendlich von technischen, wirtschaftlichen, kulturellen und politisch-regulatorischen Rahmenbedingungen ab.

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