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easyJet leidet am Brexit, steigendem Ölpreis und fallendem Pfund

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easyJet leidet am Brexit, steigendem Ölpreis und fallendem Pfund

Der britische Billigflieger easyJet konnte im letzten Quartal des vergangenen Jahres den Umsatz um 7,2% im Vergleich zum vierten Quartal 2015 steigern. Der steigende Ölpreis und der in Verbindung mit dem Brexit fallende Pfund schmälern jedoch das Ergebnis.

Steigende Passagierzahlen bei easyJet

Steigende Passagierzahlen verhelfen der Fluggesellschaft zu steigenden Umsätzen. Die Erlöse von easyJet wuchsen in den letzten drei Monaten des Vorjahres um 7,2% auf 1,16 Mrd. Euro. Die Airline beförderte im letzten Quartal 2016 über 17 Mio. Passagiere – ein Zuwachs von 8,2 Prozent.

Für 2017 plant easyJet ihre Flugzeugstaffel und sonstige Kapazitäten um 9% zu erhöhen. Es kann dementsprechend ein höherer Umsatz erwartet werden, Aussagen zum erwarteten und erhofften Gewinn macht der Billigflieger jedoch nicht.

Probleme und Verluste auf Grund von Währungsschwankungen sind für easyJet nichts unerwartetes, bereits im vergangenen Geschäftsjahr betrugen die Verluste durch Währungs und Wechselkurseffekte etwa 130 Mio. Euro.

Zu den Problemen mit dem britischen Pfund kommt der steigende Ölpreis hinzu, dessen Preis in den letzten Monaten stark schwankte. Das Unternehmen musste auf Grund des Ölpreises den erwarteten Gewinn um 120 Mio. Euro verringern und verschreckte somit viele Anleger und Investoren des Unternehmens. Die Aktie des Unternehmens fiel daraufhin um ganze 9%.

Schlechte Prognosen für easyJet

Nach dem Brexit im Juni hat der Pfund gegenüber dem Dollar etwa 17% an Wert verloren. Das trifft die Fluglinie besonders stark, denn der Treibstoff wird in Dollar abgerechnet und die Briten zahlen somit etwa 17% mehr als noch vor der Anti-EU-Entscheidung.

Der Probleme bereitende Pfund, steigende Ölpreise und ein zunehmender Konkurrenzkampf im Billigfliegersegment werden dem britischen Unternehmen in diesem Jahr Probleme bereiten. Bereits im letzten Geschäftsjahr musste die Fluggesellschaft den ersten Gewinnrückgang seit 2009 hinnehmen.

Die Geschäftsführung der Airline versucht durch Einsparungen den Gewinnrückgang zu verringern. Es wird trotzdem mit einem geringerem Ticketverkauf für die ersten sechs Monate des bis September anhaltenden Geschäftsjahres gerechnet.