Depotübertrag mit Anleitung – Neues Depot für 2016

Wie verläuft ein Depotübertrag?

Ein Depotübertrag bedeutet eine vollständige oder teilhafte Übertragung Ihrer Wertpapierbestände auf ein neues Depot bei einem Online Broker, Direktbank oder Filialbank. Die Depotübertragung erfolgt in der Regel auf elektronischer Basis.

Die eigentliche Depotübertragung verläuft mit Hilfe einer Umbuchung in der Depotbuchhaltung. Die übliche Depotübertragungsdauer beläuft sich zwischen 1-2 Wochen.

Welche Kosten entstehen bei einem Depotübertrag?

Laut einer Rechtsprechung des BGH ist es gesetzlich regelt, dass Banken in Deutschland keine Depotübertragungsgebühren beim Privatanlegern und anderweitigen Händlern nicht in Rechnung stellen darf.

Was genau hat der Bundesgerichtshof entschieden?

Der BGH hat in zwei Urteilen (Aktenzeichen: XI ZR 200/03 und XI ZR 49/04) gegen die Direktbank „Consors Bank“ (damalig Cortal Consors) und die Kreissparkasse Böblingen entschiedenen, dass Banken sowie Sparkassen keine Sondergebühren für Depotüberträge einzelner Wertpapierpositionen dem Kunden in Rechnung stellen dürfen.

Auf der Webseite des Bundesgerichtshofs können Sie in der Suchmaske das Aktienzeichen eingeben und das Urteil als PDF Dokument nachlesen. Dort steht geschrieben, dass berechnete Entgelte für die Herausgabe verwahrter Wertpapiere den Kunden benachteiligen.

Die Rückgabe von verwahrten Wertpapieren entspricht einer gesetzlichen Pflicht, weshalb für die Leistung keine Depotübertragungsgebühren verlangt werden dürfen.

Depotübertrag – Abgeltungssteuer

Die Durchführung eines Depotübertrags ist seit dem 01.01.2009 mit höherem Aufwand verbunden. Privatanleger mit Wertpapieren, die bis zum 18.12.2008 gekauft wurden, sind nicht von der Neuregelung betroffen.

Wertpapiere von Privatanlegern, die ab dem 01.01.2009 erworben wurden, gelten in Bezug auf einen Depotübertrag als Verkauf von Wertpapieren, weshalb jene Wertpapiere in der Abgeltungssteuer abgeführt werden müssen.

Die depotführende Bank erlegt dies auf automatischem Wege. Ein Alternative wäre zum Beispiel die Schenkung von Wertpapieren (von den Eltern an das Kind). Zur richtigen Erfassung der Abgeltungssteuer, kontrollieren Sie bitte, dass das neue Kreditinstitut alle notwendigen Anschaffungsdaten Ihrer Wertpapiere erhalten hat.

Depotübertrag – Anschaffungsdaten

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass im Rahmen eines Depotübertrags die Anschaffungsdaten (Kaufdatum, Kaufkurs bzw. Einstandskurs) von Ihren Wertpapieren erst dann ein Eintrag vorgenommen werden kann, wenn Ihre bisherige bzw. damalige Bank die entsprechenden Daten mitgeliefert hat.

Sollte der Fall sein, dass Ihre bisherige Bank keine Anschaffungsdaten mitgeliefert hat, dann werden die zu übertragenden Wertpapiere im Zuge der Abgeltungssteuer als „Neufälle“ definiert, weshalb jene Wertpapiere bei einem Verkauf der Pauschalversteuerung unterliegen.

  • Verkaufserlös x 30% Pauschalsteuersatz = Bemessungsgrundlage
  • Bemessungsgrundlage – 25% Abgeltungssteuer – 5,5 % SolZ=Steuerbelastung

Eine Besteuerungskorrektur kann nur von Ihnen im Zuge Ihrer persönlichen Einkommenssteuererklärung durchgeführt werden.

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