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Crowdinvesting ist eine junge Finanzierungsart und wurde aus den Grundlagen und der Grundidee des Crowdfunding entwickelt.  Viele Menschen (crowd) investieren (funding) Geld zur Finanzierung von Projekten. Zuerst waren dies Nischenprojekte im Bereich Kultur, mittlerweile ist dies eine etablierte Finanzierungsart, selbst Großprojekte werden damit realisiert.

Ein Begriff und drei Modelle

Crowdfunding bezeichnet verschiedene Arten der Finanzierung. Diese unterscheiden sich vor allem durch die Form der Gegenleistung. Wohltätige Spender nutzen das C​rowdfunding um kulturelle Events oder soziale Projekte zu fördern. Sie erwarten k​eine​finanziellen Gegenleistungen.

Gewinnorientierte Investoren wählen das C​rowdinvesting​ oder das C​rowdlending.​ Crowdinvestments beteiligen sich an Startups (Gründungsvorhaben), etablierten Unternehmen oder Immobilien über stille Beteiligungen als Nachrangdarlehen oder Genussrechte. Die Anleger erhalten als Früchte ihres Investments feste Zinsen oder Gewinnbeteiligungen.

Über das Crowdlendig können sich Privatleute oder Firmen Darlehen besorgen. Die Darlehensgeber erhalten eine feste Verzinsung.

Crowdinvesting – Eigenkapital für Unternehmen, nachhaltige Projekte und Immobilien

Richtig in Fahrt kam das Crowdinvesting im Jahr 2007. Banken sind seitdem deutlich zurückhaltender bei der Vergabe von Krediten. Hintergrund sind die Vorschriften zu Basel II. Diese fordern gemessen an der Höhe der Kreditvergabe größere Eigenkapitalquoten der Institute.

Dies führte dazu, dass Startups, Unternehmen, Entwickler von sozialen oder ökologischen Projekten und Immobilienentwickler alternative Finanzierungsarten suchten und so das Crowdinvesting entdeckten. So wurden zum Beispiel eine Solaranlage in Mali oder ein online – Marktplatz für exklusive lokale Händler mit Sitz in Köln finanziert.

Crowdinvesting von Immobilien ­- Spezialisierung bringt Expertise

Crowdinvesting­Plattformen im Internet sind die Drehscheiben für die Organisation der Projekte. Es gibt mittlerweile Spezialisten, die sich auf eine Art von Projekten spezialisiert haben, zum Beispiel Immobilienprojekte.

Zuerst in den USA genutzt, hat sich das Crowdinvesting von Immobilien auch in Europa in den letzten zwei Jahren stark entwickelt. Projektentwickler nutzen diese Form des Investments für den Neubau und die Refinanzierung oder Revitalisierung von Bestandsimmobilien.

Für Kleinanleger und Großinvestoren ist diese Form mittlerweile eine attraktive Alternative zu den Immobilienfonds, da Agio und Weichkosten entfallen und die Plattformen die Projekte transparent vorstellen.

Der Ablauf von Crowdinvesting bei Immobilien

Der Projektträger eines Immobilienprojektes muss die Betreiber der Plattform von seinem Projekt überzeugen, es wird auf Herz und Nieren geprüft. Gelingt dies, wird die Zusammenarbeit zwischen beiden Partnern vertraglich festgelegt.

Die Plattform veröffentlicht das Projekt. Aufgabe ist es für das Projekt zu werben und Investoren zu finden, die das notwendige Kapital bereitstellen. Ist die Finanzierungssumme erreicht, erhält der Projektträger über ein Treuhandkonto das Kapital und dieser kann die Immobilie bauen. Nach erfolgreichem Projekt­verlauf erhält der Investor sein Investment zuzüglich der Rendite zurück.

Auf diese Art und Weise wurden mittlerweile weltweit zahlreiche Immobilienprojekte entwickelt und durchgeführt. Berühmte Beispiele sind das World Trade Center 3 in New York, das Schlossgut Weissenhaus an der Ostsee oder das Neubauprojekt Feldbrunnenstraße in Hamburg.

Dieses wurde vom Marktführer in Deutschland, Exporo, ermöglicht, der dafür auch mit dem Immobilien Award 2016 in der Kategorie Finanzierung ausgezeichnet wurde.

Weitere Informationen finden Sie unter Exporo.de