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Bewertung und Filmkritik zum Film „The Big Short“

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The Big Short Film Logo Photo by: Rayukk ttps://commons.wikimedia.org/wiki/User:Rayukk

Der Regisseur Adam McKay, bekannt durch seine Komödien „Anchorman“ und „Stiefbrüder“, hat mit seinem neuesten Film „The Big Short“ einen Sprung ins kalte Wasser gewagt und sich an ein neues, ernsteres Genre herangetastet.

Bewertung und kurze Zusammenfassung von „The Big Short“

Dadurch, dass der Film auf wahren Begebenheiten aus der Finanzkrise von 2008 beruht, hatte der Regisseur nicht sonderlich viel Spielraum für Witze und Pointen. Ich bin ein großer Fan seiner Komödien und bin deswegen ein wenig skeptisch an dieses Werk herangetreten, da sich das Genre stark von seinem klassischen Stil unterscheidet. Es wurde ein sensibles Thema behandelt, das uns alle auf direktem oder indirektem Weg durchaus tangieren sollte.

Der Hedgefonds Manager Michael Burry (Christian Bale) und Mark Baum (Steve Carell), Trader Jared Vennett (Ryan Gosling) und pensionierter Banker Ben Rickert (Brad Pitt) arbeiten alle im Finanzsektor. Sie sehen, dass sich ein großes Problem im Immobilienmarkt anbahnt, welches sich im Verlauf zu einer enormen Blase entwickelt, die zu platzen droht. Sie entscheiden sich (unabhängig voneinander) gegen die Großbanken und damit gegen den Immobilienmarkt zu wetten – trotz moralischer Bedenken – machen sie sich dadurch zu Mitverursachern der Finanzkrise.

Der Film ist nicht einfach zu verstehen, vor allem wenn man sich nicht mit den Finanz- und Börsenbegriffen auskennt. McKay hat das jedoch erkannt und während des Films viele Begriffe erklärt und dabei deutlich gemacht, dass Banker absichtlich eine abgehobene Sprache verwenden, um Kunden zu verwirren und um einfacher an ihr Geld zu kommen. Der Regisseur hat sich nicht zurückgehalten und die großen „Fische der Finanzwelt“, denen wir die Finanzkrise größtenteils mit zu verdanken haben, alles andere als in einem guten Licht dargestellt. Die Situation wird so überspitzt und emotionsgeladen dargestellt, dass der Zuschauer direkt eine Form von Ablehnung, teils auch Hass, gegenüber den Bankern empfindet. Man kann davon ausgehen, dass es genau so gewollt war und es McKay erfolgreich gelungen ist, die Emotionen der Zuschauer zu wecken. Inhaltlich ist nicht alles zu 100% verständlich, aber man muss dem Regisseur Respekt zollen, und zwar dafür, dass er es geschafft hat, eine hochkomplexe Situation wie den Ursprung der Finanzkrise, in einem Film so darzustellen, dass er von einem großen Publikum verstanden werden kann.

Die schauspielerische Leistung der Hauptcharaktere ist durchaus positiv zu bewerten, wobei mich persönlich Steve Carell angenehm überrascht hat. Die Emotionen, die seine Rolle ausstrahlt, wurden perfekt verkörpert. Die Art und Weise mit der er dieses seriöse Thema behandelt, hat definitiv Respekt verdient. Ich würde mich so weit aus dem Fenster lehnen und sagen, dass mir seine Leistung in „The Big Short“ – im Vergleich zu früheren Filmen – am besten gefallen hat.


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